Clara Louise

 Clara Louise

18.
jul
2015
- GEDANKEN - regen
von clara louise

 

regen

Der Regen lässt mich wandern, durch düstere Straßen laufen, graue Wolken sehen und doch fühl' ich mich wohl in dieser Welt ohne Sonnenschein. 

Vielleicht ist es, weil ich mich geborgen fühle unter dem dichten Meer der Wolken. Das graue Licht der Tage hält mich wach und lässt mich schlafen, lässt mich sanfmütig auf die Vergangenheit schauen, ehe sie im Nebel für immer verschwindet.

Der Regen lässt mich blicken, ganz klar und ohne Blendung auf mein Leben, welches selbst ohne Sonnenschein so ist, dass ich die Augen schließen und mich für immer darin fallen lassen kann.


 

13.
jul
2016
- GEDANKEN - auf einem gipfel
von clara louise

 

aufeinemgipfel

Manchmal liege ich nächtelang wach, überlege was ich schreiben soll, versuche herauszufinden, was in mir vorgeht und welches Thema das nächste sein wird, über das ich mir den Kopf zerbreche. Es scheint so, als gönne ich meinem Geist keine Pause, meinen Gedanken keine Stille, doch vielleicht ist es genau das, was ich brauche, um mich wieder fallen lassen zu können in einer Welt bestehend aus wilden Rosengärten.

Manchmal sitze ich einfach da, höre dem Sommerregen zu und bin ganz woanders, wo ich mich selbst nicht suche. Es tut gut, die Augen zu schließen und zu vergessen, einfach zu sein, wo man nichts mehr verstehen muss. Dann fühle ich mich leicht, ganz ruhig und kann sie endlich wieder hören, die Melodien, die im Lärm des Alltags oft überdeckt werden. 

Manchmal stehe ich weit oben, auf einem Gipfel und blicke einfach nach unten in die Ferne, die kürzlich noch so nah war. Dann spüre ich die dünne Luft in meiner Lunge und das pure Leben fließt durch meine Adern. Es ist so ergreifend, wenn man diese Momente erlebt, die einen fest verwurzeln und gleichzeitig wachsen lassen, stärken und beflügeln, für alles, was auch immer kommen mag, von dem wir noch nichts erahnen.

 

 


 

30.
jun
2016
- GEDANKEN - Sommerregenvon clara louise

 

sommerregen

Irgendwo da draußen im Sommerregen habe ich dich gesehen. Weißt du noch, wie du mich angelächelt hast? Ich konnte die verschwundenen Sonnenstrahlen in deinen Augen wiederfinden. Pfeifend liefst du durch die Straßen, während der erste Regenbogen am grauen Himmel seinen Platz fand. Du sahst wie ein Tänzer aus, der kurz davorsteht, seine schönste Perfomance darzubieten.

Ich konnte es kaum erwarten, auf dich zuzugehen, ein Teil von deinem Weg zu sein. Meine Hoffnung war groß und die Überraschung noch viel größer, als du mir deine Hand gabst und mich mit nahmst in deine eigene Welt. So prachtvoll und lebensfroh habe ich dieses Leben noch nie betrachtet, wie mit dir an meiner Seite. Ich danke dir, Sommerregen, dass du da warst im richtigen Moment, um zusammenzuführen, was zusammengehört. 

 


 

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